· Marvin Taube · Project · 6 min read
Die Idee: Pigeonport
Pigeonport ist meine persönliche Webseite, die ich mit dem Astro JS Framework erstellt habe. Auf dieser Plattform teile ich meine Projekte und Gedanken, mit dem Ziel, technisches Wissen zugänglich und verständlich zu präsentieren.

Was ist Pigeonport?
Pigeonport ist irgendwie alles, aber auch nichts zugleich. Jeder Entwickler spielt vermutlich irgendwann einmal mit dem Gedanken, seine eigene Website zu entwickeln. Sei es einfach nur, um zu schauen, wie so etwas funktioniert, oder um irgendwelche Tools zu testen, oder auch einfach nur, um zu dokumentieren, was man so alles schon gemacht hat. Zumindest waren das die ursprünglichen Gründe für mich, und letztendlich die Gründe warum Pigeonport existiert.
Mittlerweile soll Pigeonport hauptsächlich meine Repräsentation nach außen sein. Ein Ort, an dem ich für mich und andere, meine Projekte dokumentieren kann und über Themen schreiben kann, die meiner Meinung nach gewisse Aufmerksamkeit verdienen. Dabei soll alles natürlich einen technischen Fokus haben. Aber ich habe als Ziel, dass auch Menschen, die sich nicht in der Informatik auskennen, den Text verstehen können und auch vielleicht ein wenig für die Informatik zu begeistern.
Was bedeutet eigentlich Pigeonport?
Der Name ist ursprünglich während einer Softwareentwicklungs-Vorlesung im zweiten Semester entstanden, die (leider) etwas langweiliger war als üblich. Der erste Teil “Pigeon” ist englisch für “Taube”, was einfach ein direkter Bezug zu meinem Nachnamen ist, und der zweite Teil “Port” kommt von der englischen Übersetzung “Hafen” bzw. “Anschluss”, wie man es z.B. vom USB-Port kennt. Beides ist sehr passend, da wir im Falle vom USB-Port den technischen Bezug haben, und die Übersetzung zu Hafen ist auch passend in Bezug auf meine Heimatstadt Hamburg. Und so ist der Name eigentlich schon fast von alleine entstanden und seitdem existiert der Name und damit auch die Idee Pigeonport.
Aller Anfang ist Schwer
Die aktuelle Version von Pigeonport ist mein vierter Anlauf, eine eigene Website zu entwickeln. Da das hier alles parallel zum Studium und Arbeit entstanden ist, wurden oft Prioritäten geändert und teilweise lange Pausen bei der Entwicklung eingelegt. Zudem wurde mein Verständnis von der Softwareentwicklung während des Studiums immer besser, sodass ich oft den aktuellen Entwicklungsstand über Bord geworfen und noch einmal von Neuem angefangen habe. Und ich glaube, jeder Entwickler kennt das Problem, dass er sich lieber mit einem neuen Projekt beschäftigen möchte, als sein altes erstmal fertig zu machen.
Der Weitere Plan mit Pigeonport
Irgendwann soll Pigeonport der zentrale Anlaufpunkt für meine Person und meine Projekte sein. Das heißt, dass hier alle meine Projekte präsentiert und erklärt werden sollen und, wenn nicht hier implementiert, soll auf die implementation verlinkt werden.
Zudem soll die Website eine Art von Lebenslauf werden, wo man nachlesen kann, welche Erfahrungen ich gesammelt habe und was ich alles schon erreicht habe. Sozusagen soll Pigeonport ein Hub werden, wo man meine technische Karriere nachverfolgen kann.
Dabei ist nicht das Ziel, einmal etwas zu bauen, was dann nicht mehr geändert werden soll, sondern soll Pigeonport vielmehr die dynamische Welt der Informatik widerspiegeln. Ständige Veränderung und Weiterentwicklung auf inhaltlicher sowie technischer Basis ist mein eigener Anspruch.
Außerdem soll mich Pigeonport weiterhin motivieren neue Projekte zu starten und auch fertigzustellen. Wenn nämlich Pigeonport als Plattform erstmal online ist, sollte es auch mit Content gefüllt werden. Im Falle der Projekte heisst, dass stetig neue Projekte zu starten, fertigzustellen, aufzuarbeiten und dann hier zu präsentieren.
Mann könnte das Projekt Pigeonport wie das bekannte Sprichwort “Der Weg ist das Ziel” verstehen.
Ein Technischer Blickwinkel
Pigeonport.de wird auf einem virtuellen Server in einem Rechenzentrum gehostet. Auf dem Server läuft unter anderem ein Netzwerk aus Docker-Containern, von denen dann einer dieser Container Pigeonport bereitstellt. Das war nicht immer so, aber so ist zumindest der Stand zum Schreiben dieses Textes.
Technische Entwicklung
Technisch wurde von einer einfachen statischen Seite mit nur HTML, CSS und JS zu einer Seite mit PHP-Backend gewechselt. Dies hatte ich dann damals überworfen für das PHP Symfony Framework, da es damals als eine bessere Lösung für die Entwicklung einer Website aussah. Dann war PHP nur nicht unbedingt die Sprache, in der ich entwickeln wollte, und wollte etwas mit Java machen. Also alles nochmal von vorne.
Es folgte eine Spring Boot Anwendung, welche mit Thymeleaf als Template Engine alles gerendert hat. Das war aber irgendwie auch nicht das Richtige, und ich hatte mich dann für Vue.js als ein Frontend Framework mit Spring Boot als Backend entschieden. Das alles wurde dann nur sehr schnell viel zu komplex für eine einfache “Blog” Webseite. Letztendlich bin ich auf Astro JS gestoßen, was meine Ansprüche an die Entwicklung meiner Seite nahezu perfekt abdeckt, aber dazu später mehr.
Warum ein Framework für eine einfache Webseite?
Ob man für etwas ein Framework nutzen sollte oder nicht, ist fast schon eine Glaubensfrage. Heutzutage sind die Frameworks so komplex, dass sie teilweise ihre eigene Sprache darstellen. Dies hat den Grund, dass ein Framework sehr viel Entwicklungsarbeit abnimmt mit diversen Abstraktionen. So muss man beispielweise nicht genau wissen, wie man gewisse Funktionen implementieren muss, oder sich selbst um das Abarbeiten der Anfragen kümmern.
Diese Nachteile kann man aber auch als Vorteil interpretieren. Wenn viel abstrahiert wird, braucht man weniger Zeit in der Entwicklung. Zudem kommt es in der Wirtschaft eher auf Entwickler an, die Erfahrungen mit bestimmten Frameworks wie React, Spring Boot, Laravel vorweisen können, als auf jemanden, der sich nur allgemein mit einer Sprache auskennt. Wobei man hier ganz klar sagen muss das man sich lieber die Zeit nehmen sollte eine Sprache zu lernen anstatt von einem Framework, aber dazu könnte man einen eigenen Blogeintrag schreiben.
Warum genau Astro?
Ich habe für meine Webseite ein Framework gesucht, das es mir erlaubt schnell und einfach eine simple Seite aufzubauen. Es sollte dann möglich sein diese schnell und inkrementell mit Inhalten zu füllen. Weiterhin sollte es möglich sein das Framework mit eigenen Funktionen zu erweitern. Und zu all dem wollte ich auch am liebsten eine Lightweight-Lösung haben, da mein Use Case nicht sonderlich viel Leistung oder Komplexität benötigt.
Ich hatte zuvor schon mal von Astro gehört, aber der letztendliche Entschluss etwas damit zu machen kam, als ich auf der WeAreDevelopers Konferenz im Juni 2023 einen Talk von Eddy Vinck gehört habe. Dort habe ich Live gesehen wie man mit Astro arbeitet und das es alle meine Anforderungen erfüllt. Ich wollte nach dem Talk direkt etwas damit entwickeln, und so hat es gepasst, dass ich schon längst Pigeonport online bringen wollte.
Abschließende Worte
Ich bin selbst gespannt, wohin sich Pigeonport entwickeln wird. Es könnte durchaus interessant sein, in ein paar Jahren einen Rückblick auf die Texte und Projekte zu machen, damit ich selbst sehen kann, was alles in der Zeit passiert ist. Und wer weiß, vielleicht kann ich jemanden mit meinen Hobbyprojekten inspirieren und weiterhin für die Informatik begeistern, so wie es mir selbst ergangen ist.
So oder so hat sich die Erfahrung schon gelohnt, diese Webseite trotz der nicht professionellen Texte zu erstellen. Wie bereits geschrieben ist, der Weg ist das Ziel, und der Weg von Pigeonport fängt gerade erst an.